C.5 Von den Sustainable Development Goals zu einer sozial-ökologischen Transformation

eine subversive Betrachtungsweise internationaler Organisation

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Die Verabschiedung der Nachhaltigen Entwicklungsziele ('Sustainable Development Goals') und das Pariser Klimaabkommen sind weithin als wichtige Meilensteine auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung gefeiert worden - zumindest im deutschen Nachhaltigkeits-Mainstream. Während diese Abkommen im Vergleich zu vorherigen Abkommen durchaus progressives Potential haben, sind sie aus Perspektive von Degrowth oder sozial-ökologischer Transformation deutlich problematischer. Die Abkommen sind im Wachstumsparadigma verhaftet und das darin enhaltene 'Global Partnership' bietet nur sehr begrenzt Raum für eine Auseinandersetzung mit fest verankerten Machtstrukturen. Das Ziel des Kurses ist es, diese Ambivalenzen zu thematisieren, in dem wir uns den konkreten Institutionen oben genannter Prozesse aus Sicht von Globaler Politischer Ökonomie/Ökologie und Intersektionalem Feminismus zuwenden. Dafür werden wir uns gemeinsam einer ausführlichen Analyse der Vereinten Nationen und ähnlicher Organisationen widmen, um einen Einblick in die auf globaler Ebene stattfindenden Kämpfe um sozial-ökologische Transformation und den Rahmen dieser Auseinandersetzungen zu erhalten. In einem nächsten Schritt kön dieses Wissen nutzen können um progressive oder subversive Potentiale in diesen globalen Arrangements zu identifizieren, die uns dazu ermächtigt konkrete und transformative Veränderungsstrategien auf globaler, nationaler oder lokaler Ebene zu entwickeln. Obwohl der Kurs Inputs von meiner Seite beinhaltet und eine Auswahl von Texten bereitgestellt wird, soll der Kurs vor allem einen interaktiven Raum für Reflexion und Debatte bieten, der fließend in die Planung konkreter und praktischer Veränderungsperspektiven übergeht.