B.1 Psychologie im Umweltschutz

Individuelle Ansatzpunkte und Barrieren für nachhaltiges Verhalten

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Wie kann es sein, dass ein*e jede*r beteuert, es gäbe im Leben nichts Wichtigeres als die eigenen Kinder, dabei tragen doch so viele aktiv und bewusst zur Zerstörung derer Lebensgrundlage bei? Sollte umweltschützendes und nachhaltiges Handeln nicht eigentlich selbstverständlich sein? Erst recht, wo wir doch bestens informiert sind über die Folgen unseres Tuns.

Die Psychologie kann uns helfen, zu verstehen, warum Umwelt-und Klimaschutz eigentlich für fast jeden ein Thema sind, aber so wenige auch wirklich danach leben. Insbesondere die Umweltschutzpsychologie befasst sich damit, welche Motivationskomponenten unser Handeln treiben und wie wir sie nutzen können, um umweltschützendes und suffizientes Verhalten zu fördern.

Dazu möchten wir zuerst mit euch klären, bei welchen individuellen Verhaltensweisen es sich besonders lohnt anzusetzen. So hat sich die umweltpsychologische Forschung vor allem mit dem 12. SDG zu nachhaltigen Lebensstilen (z.B. Konsumentscheidungen, Abfallreduktion), dem 11. SDG zu nachhaltigen Städten (z.B. innerstädtische Mobilität) und dem 3. SDG zur Gewährleistung eines Gesunden Lebens (z.B. Ernährung, Präventionsverhalten) beschäftigt. Themen, die sich im „Handbuch Psychologie im Umweltschutz" (Hamann, Baumann & Löschinger, 2016) wiederfinden, das die Grundlage für den Kurs bildet.

Im Laufe des Kurses werden wir euch ein breites Spektrum der Umweltpsychologie vorstellen. Dazu wollen wir gemeinsam ergründen, wodurch unser eigenes Verhalten motiviert ist und welche Rolle Emotionen, Gewohnheiten, soziale bzw. Umgebungsfaktoren dabei spielen. Ziel ist es, euch für die psychologische Dimension des Umweltschutzes zu sensibilisieren und es euch zu ermöglichen, psychologische Erkenntnisse zur Optimierung eurer eigenen Arbeit - aber auch für euch persönlich - zu nutzen.

Der Kurs ist für Teilnehmende mit unterschiedlich weitreichenden Interessen ausgelegt. Egal, ob du einfach nur neugierig bist, was die umweltpsychologische Forschung für Ergebnisse liefert, oder ob du im Nachhaltigkeitsbereich aktiv bist. Jede*r ist willkommen! Es wäre toll, wenn einige von euch eigene Projekte, konkrete Ideen oder Fragestellungen mitbringen, die wir gemeinsam aus psychologischer Perspektive beleuchten können. Denn neben theoretischem Input und praktischen Übungen wollen wir das erlernte Wissen direkt auf eure Projekte anwenden.

Info

Day: 2017-08-22
Start time: 10:00
Duration: 02:30
Room: Zelt 5 / tent 5
Track: Kurse / Courses
Languages: de