A.1 Klimawandel und Strukturpolitik

Wer entscheidet was …und geht das auch anders?

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Ohne Kohleausstieg kein zukunftsfähiges Stromsystem – so einfach als Ziel, so schwierig dessen Umsetzung. Denn wer entscheidet in Deutschland über Energiepolitik? Warum fühlen sich dabei so viele Leute übergangen? Und warum gibt es noch keine überzeugenden strukturpolitischen Strategien für die anstehende gesellschaftliche Transformation?

Der Kurs "Klimawandel und Strukturpolitik: Wer entscheidet was … und geht das auch anders?" bereitet die formellen und informellen Strukturen der Energiepolitik in Deutschland auf, diskutiert alternative Konzepte der Entscheidungsfindung und entwirft Lösungen, wie der Kohleausstieg – auch über das Klimacamp hinaus – mit Hilfe einer zukunftsweisenden Strukturpolitik vorangebracht werden kann.

Der erste Tag steht ganz im Zeichen der Akteure: Wer treibt bzw. verhindert den Kohleausstieg? Wer gestaltet Strukturpolitik? Wo verorten sich die Teilnehmer_innen in der Konstellation?

Am zweiten und dritten Tag wird der Kurs in zwei Gruppen geteilt. In der ersten Gruppe wird die Kritik der bestehenden Strukturen u.a. mit Hilfe des politikwissenschaftlichen Konzeptes der Postdemokratie von Colin Crouch vertieft. Daran anschließend werden alternative Formen der Meinungsbildung diskutiert. Die Diskussion soll hier weitestgehend anhand von konkreten Beispielen erfolgen, so z.B. das Losverfahren der Stadt Utrecht zum Erstellen eines kommunalen Energiekonzeptes.
Die zweite Gruppe beschäftigt sich mit den rheinischen Braunkohlerevieren aus sozio-ökonomischer Perspektive und lernt die juristischen Instrumente für einen beschleunigten Kohleausstieg kennen. Darauf aufbauend erarbeiten die Teilnehmer_innen eine geeignete politische Instrumentierung aus Sicht der Degrowth- und Klimagerechtigkeitsbewegung sowie strukturpolitische und wirtschaftliche Lösungen für wichtige und drängende Probleme des rheinischen Braunkohlereviers bei einem beschleunigten Kohleausstieg.

Am vierten Tag werden die beiden Gruppen wieder zusammengeführt, Ideen konsolidiert und Ansatzpunkte für ein über das Klimacamp hinausgehendes Wirken definiert.

Der Kurs richtet sich an Menschen mit Vorwissen im Bereich Energie- und/oder Strukturpolitik und findet unter Anwendung der „Chatham House Rule“ statt.

Der Kurs steht im direkten Zusammenhang mit SDG 16 "leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen" sowie Principle 10 der Rio Declaration („Environmental issues are best handled with the participation of all concerned citizens, at the relevant level.“).

Info

Day: 2017-08-21
Start time: 10:00
Duration: 02:30
Room: Zelt 1 / tent 1
Track: Kurse / Courses
Languages: de

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